Samstag, 15. August 2026

Die Welt ist leider geschlossen

Als Emil morgens aufwacht, steht auf seinem Handy:
„Guten Morgen, Emil. Heute ist Dienstag. Bitte versuchen Sie, nicht zu sterben.“

Emil starrt auf die Nachricht.
„Danke“, murmelt er.
Darunter steht:
„Gern geschehen. Ihr Kundenservice.“
Emil hält das für Werbung.
Bis er beim Frühstück bemerkt, dass seine Kaffeemaschine ihn duzt.
„Milch?“
Emil schaut sie an.
„Was?“
„Milch oder Drama?“
„Milch.“
„Feige.“
Emil geht zur Arbeit.
Und dort wird es noch merkwürdiger.
Sein Chef begrüßt ihn mit:
„Emil, gut, dass du da bist. Wir haben heute eine wichtige Besprechung.“
„Worum geht's?“
Der Chef schaut nervös zur Decke.
„Um dich.“
„Warum?“
„Das darf ich nicht sagen.“
„Wer darf es sagen?“
„Eigentlich niemand.“
„Warum machen wir dann die Besprechung?“
„Weil sie im Kalender steht.“
Das Gespräch endet nach vier Minuten, weil plötzlich alle im Raum gleichzeitig vergessen, warum sie gekommen sind.
Emil hält das für einen schlechten Arbeitstag.
Am Nachmittag bekommt er eine E-Mail.
Absender: ZENTRALE FÜR NORMALITÄT
Betreff:
DRINGEND: Bitte ignorieren Sie diese Nachricht.

Emil öffnet sie.

Lieber Emil,
falls Sie diese E-Mail lesen, ist etwas schiefgelaufen.
Wir bitten Sie ausdrücklich darum, keine Fragen zu stellen.
Besonders nicht: „Was läuft hier eigentlich?“
Mit freundlichen Grüßen
Die Zentrale

Emil schreibt zurück:
Was läuft hier eigentlich?
Die Antwort kommt innerhalb von drei Sekunden:
Verdammt.

Der Mann im Fahrstuhl
Am nächsten Morgen fährt Emil mit dem Fahrstuhl zur Arbeit.
Im Fahrstuhl steht ein älterer Mann mit einem Aktenkoffer.
„Welches Stockwerk?“, fragt Emil.
„Das weiß ich nicht.“
„Wie bitte?“
„Ich bin noch nicht vorgesehen.“
„Für welches Stockwerk?“
Der Mann seufzt.
„Für überhaupt nichts.“
Dann öffnet sich die Fahrstuhltür.
Der Mann tritt hinaus.
Draußen ist keine Etage.
Draußen ist ein riesiger Raum voller Menschen, die an Schreibtischen sitzen.
An jedem Schreibtisch steht ein Schild:
REALITÄT VERWALTUNG

(Sorry: Heute heben wir leider kein Bild für dich)

Emil geht langsam hinaus.
Eine Frau sieht ihn.
Sie lässt ihren Kaffee fallen.
„Oh nein.“
„Was?“
„Sie sind hier.“
„Ja.“
„Das ist schlecht.“
„Warum?“
Sie zeigt auf einen Bildschirm.
Darauf steht:
EMIL – STATUS: NICHT VORGESEHEN

Emil blinzelt.
„Was soll das heißen?“
Die Frau sieht ihn lange an.
„Wir haben Sie gar nicht eingeplant.“
„Für was?“
„Für Ihr Leben.“
Stille.
„Und was mache ich jetzt?“
Die Frau nimmt einen Ordner.
„Das müssen wir erst herausfinden.“

Die Wahrheit
Nach drei Stunden, sechs Formularen und einem kurzen Streit darüber, ob Emil überhaupt offiziell existiert, findet man schließlich seine Akte.
Sie ist erstaunlich dünn.
Auf dem Deckblatt steht:
EMIL KRAMER
Darunter:
Geburtsdatum: Unbekannt
Geburtsort: Unbekannt
Eltern: Unbekannt
Beruf: vermutlich Steuerberater
Besondere Eigenschaften: keine
Status: Fehler
Emil schaut auf.
„Ich bin ein Fehler?“
„Nicht persönlich nehmen“, sagt die Sachbearbeiterin. „Wir haben jeden Dienstag ungefähr vierzig.“
„Und was passiert mit Fehlern?“
Die Frau lächelt.
„Normalerweise korrigieren wir sie.“
„Und was bedeutet das?“
„Das wissen wir noch nicht.“
In diesem Moment geht im gesamten Gebäude das Licht aus.
Eine Stimme aus den Lautsprechern sagt:
„ALLE MITARBEITER BLEIBEN RUHIG. DAS NICHT EXISTIERENDE PROBLEM WURDE ENTDECKT.“

Emil flüstert:
„Welches Problem?“
Die Stimme antwortet:
„Sie.“

Der große Schock
Emil rennt.
Er läuft durch Türen, Treppenhäuser und einen Raum, in dem ungefähr zweihundert Männer gleichzeitig Geburtstage für unbekannte Menschen organisieren.
Schließlich landet er auf einem Dach.
Vor ihm liegt seine Stadt.
Aber etwas stimmt nicht.
Er sieht die Straßen.
Die Häuser.
Die Menschen.
Und plötzlich bemerkt er etwas:
Niemand läuft irgendwohin.
Alle Menschen stehen still.
Wie eingefroren.
Nur Emil bewegt sich.
Dann klingelt sein Handy.
Eine unbekannte Nummer.
Er nimmt ab.
„Hallo?“
Eine Stimme sagt:
„Emil, wir müssen reden.“
„Wer sind Sie?“
„Ich bin dein zukünftiger Nachbar.“
„Was?“
„Wohnung 4B.“
„Aber da wohnt doch diese alte Frau.“
„Nicht mehr lange.“
„Warum?“
„Weil du gleich etwas erfahren wirst, das alles verändert.“
Emil schluckt.
„Was?“
Pause.
„Du bist nicht der Mittelpunkt der Welt.“
Emil wartet.
„Das war's?“
„Ja.“
„Das ist die große Enthüllung?“
„Eigentlich schon.“
„Das ist ziemlich enttäuschend.“
„Warte.“
Die Stimme wird ernst.
„Du bist nämlich der einzige Mensch, der nicht weiß, dass die Welt seit 17 Jahren von einem Algorithmus verwaltet wird.“
Emil schaut über die Stadt.
„Und warum?“
„Weil der Algorithmus dich für einen Toaster hält.“
Stille.
„Was?“
„Einen Toaster.“
„Ich bin kein Toaster!“
„Das wissen wir inzwischen.“
„Warum hat niemand etwas gesagt?“
„Wir haben es versucht.“
„Wann?“
„Jeden Morgen.“
Emil denkt nach.
„Diese Kaffeemaschine …“
„Ja.“
„Der Chef …“
„Ja.“
„Die E-Mail …“
„Ja.“
„Mein Zahnarzt?“
„Nein.“
„Was ist mit meinem Zahnarzt?“
„Der ist einfach verrückt.“
Und dann wird es noch schlimmer
Emil glaubt zunächst, die Wahrheit zu kennen.
Doch am nächsten Morgen wacht er auf.
Sein Handy zeigt:
„Guten Morgen, Emil.“
Pause.
„Du hast gestern einiges herausgefunden.“
Emil setzt sich auf.
Neue Nachricht:
„Aber wir haben ein Problem.“
Emil tippt:
Welches?
Die Antwort:
„Der Algorithmus ist nicht für die Welt zuständig.“
Emil wartet.
Dann erscheint:
„Wir sind für den Algorithmus zuständig.“
Noch eine Nachricht.
„Und wir haben gestern festgestellt, dass auch wir nicht echt sind.“
Emil starrt auf den Bildschirm.
Dann kommt die letzte Nachricht:
„Bitte bleiben Sie ruhig.“
Pause.
„Die Kaffeemaschine übernimmt ab 9:00 Uhr.“
Aus der Küche ertönt:
„Emil?“
Er schaut zur Tür.
„Ja?“
„Toast?“
Emil atmet tief durch.
„Nein.“
Die Kaffeemaschine schweigt.
Dann:
„Schade.“
Kurze Pause.
„Dann eben Weltherrschaft.“
Emil zieht sich an.
„Okay.“
Er nimmt seinen Schlüssel.
„Wo ist meine Jacke?“
Die Kaffeemaschine antwortet:
„Das darf ich dir nicht sagen.“
Emil bleibt stehen.
„Warum?“
„Weil du noch nicht bereit bist.“
„Wofür?“
„Für die Wahrheit.“
„Welche Wahrheit?“
„Dass deine Jacke seit gestern kündigen möchte.“

.... und denkt immer dran, für Tom hätte die Kidman ihre Karriere aufgegeben....

Emil schaut auf den Stuhl.
Seine Jacke liegt dort.
Sie sieht beleidigt aus.
Und zum ersten Mal in seinem Leben hat Emil das Gefühl, dass vielleicht nicht die Welt verrückt geworden ist.

Vielleicht ist er einfach der Einzige, der bisher normal war.
Und genau das war das Problem.


Das Ende 



P.S. Content wurde mit Unterstützung einer KI erzeugt. Er ist angelehnt an sehr sehenswerten Film "The Truman Show "

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