Montag, 24. August 2026

Verknallt in Hockemädchen der Nachbarin

oder: Wunder geschehn

Das Handy lag seit Stunden neben mir. Still.

Ich schaute aufs Display.

Keine Nachricht von Babsi.

Keine von Heidi.

Bill und Tommy? Nicht einmal die waren online. 

Und Andrea — ausgerechnet sie — blieb heute ebenfalls stumm. 

Ich starrte auf den schwarzen Bildschirm, als müsste gleich ein Name aufleuchten. Ein vertrautes Plopp. Ein Wunder.

Nichts.

Wunderlich.

Was war passiert?

Hatten sie alle gleichzeitig beschlossen, zu schweigen? War irgendwo ein Geheimnis im Gange? Oder war heute einfach einer dieser Tage, an denen das Universum kurz den Atem anhält?

Ich legte das Handy weg.

Zwei Minuten später vibrierte es.

Ich griff danach.
Akku fast leer.
Natürlich.
Ich musste lachen.
Und genau in diesem Moment geschah das eigentliche Wunder:


Ich wartete nicht mehr.
Ich drehte Musik auf volle Kanne.
Hockte mich in den Pool in meiner Gartenlaube und ließ Gott einen guten Mann sein, der am glücklichsten ist, wenn er Gesichtsyoga machen darf.

Amen