Als Emil morgens aufwacht, steht auf seinem Handy:
„Guten Morgen, Emil. Heute ist Dienstag. Bitte versuchen Sie, nicht zu sterben.“
Emil starrt auf die Nachricht.
„Danke“, murmelt er.
Darunter steht:
„Gern geschehen. Ihr Kundenservice.“
Emil hält das für Werbung.
Bis er beim Frühstück bemerkt, dass seine Kaffeemaschine ihn duzt.
„Milch?“
Emil schaut sie an.
„Was?“
„Milch oder Drama?“
„Milch.“
„Feige.“
Emil geht zur Arbeit.
Und dort wird es noch merkwürdiger.
Sein Chef begrüßt ihn mit:
„Emil, gut, dass du da bist. Wir haben heute eine wichtige Besprechung.“
„Worum geht's?“
Der Chef schaut nervös zur Decke.
„Um dich.“
„Warum?“
„Das darf ich nicht sagen.“
„Wer darf es sagen?“
„Eigentlich niemand.“
„Warum machen wir dann die Besprechung?“
„Weil sie im Kalender steht.“
Das Gespräch endet nach vier Minuten, weil plötzlich alle im Raum gleichzeitig vergessen, warum sie gekommen sind.
Emil hält das für einen schlechten Arbeitstag.
Am Nachmittag bekommt er eine E-Mail.
Absender: ZENTRALE FÜR NORMALITÄT
Betreff:
DRINGEND: Bitte ignorieren Sie diese Nachricht.