Opa Luigi strich sich über den weißen Schnurrbart und lächelte seine Enkelin Sofia an. "Heute zeige ich dir den echten Neapel, tesoro." Die Sonne brannte auf die engen Gassen des Quartiers San Giovanni a Teduccio, wo die Wäsche zwischen den Häusern hing wie bunte Fahnen. Sofia, zwölf Jahre alt und mit einem Notizbuch voller Skizzen bewaffnet, zupfte an Opas Jacke. "Aber Opa, du hast gesagt, wir gehen zum Vesuv!"
"Und das tun wir auch", flüsterte Luigi und zwinkerte ihr zu. "Aber erst müssen wir bei Onkel Enzo vorbeischauen. Er hat… Dinge für uns."
Onkel Enzos "Laden" war ein heruntergekommene Garage mit der Aufschrift "Ricambi Auto – und mehr". Drinnen roch es nach Benzin, Kaffee und etwas, das Sofia nicht benennen konnte. Enzo, ein bulliger Mann mit Goldkette, umarmte Luigi wie einen lange verlorenen Bruder. "Ah, der alte Fuchs! Ich dachte schon, du hättest dich in deiner Villa an der Amalfiküste verkrochen."
"Ich bin kein Fuchs", brummte Luigi und schob Sofia sanft hinter sich. "Die Kleine hier will den Vesuv sehen. Aber erst…" Er legte einen Umschlag auf den Werkzeugkasten. Enzo öffnete ihn, zählte die Scheine und nickte. "Die Touristenbusse sind heute voll. Die Sprezzatura-Tour. Die bringen immer die besten… Abfälle."
Sofia runzelte die Stirn. "Opa, was ist hier los?"
Luigi seufzte. "Neapel hat ein Problem. Der Müll. Die Camorra – die Müllmafia – kontrolliert alles. Und manchmal… helfen wir ein bisschen mit." Er deutete auf einen Haufen schwarzer Müllsäcke in der Ecke. "Die da sind voll mit… wertvollen Dingen. Elektronik, Metalle. Die Touristen werfen alles weg."
Plötzlich knallte die Tür auf. Zwei Männer in dunklen Anzügen betraten die Garage. Der eine, mit einer Narbe über der Augenbraue, grinste. "Luigi. Wir haben gehört, du machst Geschäfte ohne uns."
Enzo erstarrte. Sofia spürte, wie ihr Herz schneller schlug. Opa legte eine Hand auf ihre Schulter. "Ruhig, piccola." Dann drehte er sich zu den Männern um. "Signor Rossi! Ich dachte, wir hätten eine Abmachung. Die Touristenbusse sind mein Revier."
Rossi lachte. "Die Zeiten ändern sich, alter Mann. Und der Vesuv…" Er zündete sich eine Zigarette an. "Der Vesuv ist unser Berg. Genau wie der Müll."
In diesem Moment bebte der Boden. Ein leises Grollen erfüllte die Luft. Sofia blickte nach oben – durch das schmutzige Fenster sah sie eine Rauchwolke über dem Vesuv aufsteigen. "Opa…"
Luigi lächelte plötzlich. "Ah, perfetto." Er griff in seine Tasche und holte ein altes Funkgerät hervor. "Die wahren Herren des Berges sind ungeduldig." Er drückte einen Knopf. Draußen heulten Sirenen auf.
Rossi wurde blass. "Was hast du getan?"
"Ich habe die Carabinieri gerufen", sagte Luigi gelassen. "Und die wissen alles über eure kleinen Müllgeschäfte."
Die Männer fluchten und stürmten hinaus. Enzo atmete erleichtert aus. "Du verrückter alter Hund. Die kommen zurück."
Luigi zuckte mit den Schultern. "Dann gehen wir jetzt besser zum Vesuv. Bevor der wirklich wütend wird." Er nahm Sofias Hand. "Komm, tesoro. Ich zeige dir, wie man in Neapel überlebt."
FORTSETZUNG FOLGT.
Die Geschichte ist frei erfunden und mit einer haluzinierender KI erstellt worden.
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