Es war ein sonniger Morgen, als Clara beschloss: *Es ist Zeit.* Ihr Handy war voll – nicht nur der Speicher, sondern auch ihr Herz. Seit Jahren schleppte sie Apps mit sich herum, die längst überflüssig waren. Heute würde sie aufräumen. Heute würde sie *Trennungen* einläuten.
1. Die Ex-Apps: Warum sind sie noch da?
Clara öffnete ihren App-Ordner und starrte auf die Relikte vergangener Zeiten:
- **"Tinder"** – Letztes Match: 2019. Letzte Nachricht: *"Hey, du siehst süß aus wie ein Panda im Pyjama."* (Sie hatte nie geantwortet.)
- **"Duolingo"** – 123-tägiger Streak, abgebrochen, als sie versuchte, *"Der Apfel ist rot"* auf Esperanto zu lernen.
- **"Pokémon GO"** – Einmal für eine Woche besessen gespielt, bis sie im Park fast gegen eine Laterne lief.
- **"Bumble"** – Ein Date, das mit den Worten endete: *"Ich sammle eigentlich nur Kaktusse."*
*"Warum halte ich an euch fest?"*, flüsterte sie und drückte auf "Deinstallieren". Ein kurzes Zittern, dann: *Puff.paff "weg".
2. Die toxischen Beziehungen
Manche Apps waren wie giftige Ex-Partner – sie nahmen Platz ein, brachten nichts und machten sie unglücklich:
- **"Candy Crush"** – 47 Level, 3 Jahre, unzählige Nächte, in denen sie bis 3 Uhr morgens Zuckerperlen verschob.
- **"Facebook"** – Sie hatte es nur noch für die Erinnerungen an ihre Schulzeit. Aber wer braucht schon Erinnerungen an den Tag, als sie sich die Haare selbst blond färbte?
- **"Uber Eats"** – *"Du hast schon wieder 20€ für Sushi ausgegeben, das du nicht mal aufgegessen hast"*, warnte ihr Bankkonto.
*"Bye, Felicia"*, sagte Clara und löschte sie ohne Reue.
3. Die "Vielleicht-irgendwann"-Apps**
Dann gab es die Apps, die sie *"irgendwann mal"* nutzen wollte:
- **"Meditation für Anfänger"** – Heruntergeladen nach einem besonders stressigen Tag. Genutzt: 0 Mal.
- **"Fitnessstudio-App"** – Sie hatte sie installiert, als sie sich 2022 vorgenommen hatte, *"mehr Sport zu machen"*. Das Gym kannte sie nur von außen.
- **"Kochrezepte Pro"** – 87 gespeicherte Rezepte, davon 3 ausprobiert (eines endete mit einer Rauchwolke in der Küche).
*"Wenn ich es bis jetzt nicht geschafft habe, werde ich es auch nicht mehr tun"*, beschloss sie und schickte sie in den digitalen Orkus.
4. Platz für Neues
Jetzt war ihr Handy fast leer – und ihr Herz leicht. Sie hatte Platz! Platz für:
- **"Spotify"** (weil Musik immer geht),
- **"Google Maps"** (weil sie sich sonst verlief),
- **"WhatsApp"** (weil Freunde),
- und – ganz neu – **"PlantNet"**, um endlich herauszufinden, ob die Pflanze auf ihrer Fensterbank eine alleinerziehende Papa Pflanze im Rechtstreit mit Mutter des Kinds ist, ein Kakteé im Elternbeirat oder einfach nur tot war.
5. Das Happy End
Als Clara ihr aufgeräumtes Handy betrachtete, fühlte sie sich frei. Keine unnötigen Benachrichtigungen mehr, keine Schuldgefühle wegen ungenutzter Apps. Sie hatte Platz geschaffen – nicht nur auf ihrem Bildschirm, sondern auch in ihrem Kopf.
Und das Beste? Als sie später an diesem Tag versehentlich **"TikTok"** öffnete, erinnerte sie sich: *"Ach ja, die habe ich auch gelöscht."* Sie lächelte und schloss die Augen. Ein herrliches Gefühl schlich sich bei ihr ein. Beseelt lehnte sie sich zurück. Rückweg ausgeschlossen. Sie wollte mit diesen Apps nichts mehr zu tun haben.
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PPS: Die Auswahl der Apps hat eine neurolinguistische Maschine getroffen. Sie sind daher nur exemplarisch gemeint. Menschen, die ihr Smartphone aufraumen möchten, sollte stets ihre eigenen Entscheidungen treffen. Wer sich in einer schwierigen Situation befindet, sollte aber Hilfe bei Profis suchen und beispielsweise einen App-Doctor zu Rate ziehen.
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